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NFS vs. NBD (Performance in großen Umgebungen)
Wieder mal ein Test gemacht mit einem luxuriösen Server und ganz ordentlichen Clients. Der Server bietet 16 CPU Cores und verfügt über 48 GByte Speicher und ist als SLX- sowie Homeverzeichnisserver im Einsatz. Der Server hängt mit 4 Gigabit-Netzwerkinterfaces der Intel-Server-Bauart mittels Bonding-Interface am Switch (3COM Gigabit). Dabei passierte während der Tests im Bereich der Homeverzeichnisse nichts. NFS lief mit insgesamt 64 Threads (bei maximal 32 Clients).
Der Server ist ein aktuelles Debian mit 2.6.32 Kernel, die Clients ein Ubuntu-LTS-10.04.01. Bootzeit eines einzelnen Clients sowohl mit NFSv3 als auch mit SuashFS/NBD lag bei 18 Sekunden von der PXE-Menüauswahl bis zum Login-Screen (KDM auf Xorg/Intel). Wenn 16 Clients gleichzeitig per NFS booteten stieg die Zeit auf 22 Sekunden bei NBD sogar auf 24 Sekunden.
Folgende Dinge waren zu beobachten:
- Die maximale Transferleistung ausgehend auf dem Server war 1.9 Gbit/s
- Maximal wurden 1.8 Gbit/s beim gleichzeitigen NFS-Boot von 16 Clients gemessen
- Der gleichzeitige Start von 16 Clients mittels SquashFS/NBD erbrachte maximal 680 Mbit/s
- Das lineare Lesen des Blockdevices auf den Clients
time dd if=/dev/nbd0 of=/dev/nullerbrachte ein maximales Transfervolumen serverseitig ausgehend von 1.75 Gbit/s
Insgesamt scheint also im beschriebenen Setup das NBD die Kapazität des Netzes so gut wie nicht auszunutzen. Auch das Lesen von nur einem Client nach der beschriebenen Methode brachte die Peakleistung auf gerade 1/10 der Leistung. Im gesamten NBD-Setup machte es keinen Unterschied, ob der auszuliefernde SquashFS-Container auf der Festplatte (RAID) oder im RAM lag.
Ebenfalls fiel eine start schwankende Transferleistung auf: Das Maximum empfangener Pakete lag bei 100 Mbit/s das Minimum fiel bis unter 10 MBit/s bei insgesamt hoher Volatilität. Dabei wurde nicht weiter untersucht, ob das durch TCP-Parameter (Window-Size, ACKs, …) verursacht wurde oder ein Problem des NBD-Servers war. Von der Server- und Client-Leistung her sollte es keine Einschränkungen gegeben haben.
Das wirft nochmal ein anderes Licht auf den NBD (zumindest im vorliegenden Setup).
NFS lässt sich auch aus einem TEMPFS heraus exportieren, man muss es aber mit einer ID versehen (“fsid=1234″). Es braucht jedoch bedeutend mehr Platz (ca. 5:2 bezogen auf SquashFS).
OpenSLX Vortrag
Wie schon geschrieben gab es an dem ersten Konferenztag des Linuxtages 2009 einen Vortrag zur aktuellen Entwicklung von OpenSLX: “Network Linux Anywhere“.
Nun sind auch die Texte zum herunterladen online:
Linux Tag – Tag 2
Nachdem am ersten Tag OpenSLX mit einem Vortrag vertreten war (Bericht folgt), steht der zweite Tag ganz im Fokus Virtualisierung, zumindest für einen Teil unserer Manschaft. Vorgestellt werden Virtualisierungslösungen von Xen, OpenVZ und KVM. Erstes Bilder live von den Vorträgen.
OpenSLX auf dem Linux Tag in Berlin
Das OpenSLX-Team ist dieses Jahr mit 2 Vorträgen am Linux Tag vertreten. Den Beginn macht am Mittwoch der Vortrag “Network Linux Anywhere” zum Netzwerk-Boot mit Hilfe von Boot-CDs oder Boot-USB-Sticks. Bei dieser Boot-Variante ersetzt eine Preboot-Umgebung das PXElinux. Somit kann von Überall mit einer CD oder einem USB-Stick die OpenSLX-Umgebung gestartet werden, sofern ein Netzwerk vorhanden ist. Es können auch eigene Stage-3-Konfigurationen angelegt werden, mit welchen gestartet werden soll. Mehr dazu im Wiki. Termin: Mittwoch, 24.06.2009, Ulm, 17:00-17:30 Uhr, Linux-Tag-Seite zum Vortrag.
Den zweiten Vortrag gibt es dann am Samstag zum Thema “Lecture Pool Video Switch”. Mit dieser Software lässt sich die OpenSLX-Umgebung in eine Lehrumgebung verwandeln, die dem Dozenten verschiedene Möglichkeiten geben soll, den Überblick zu behalten und die Arbeit flexibler gestalten soll. Mehr dazu in der Vortragsankündigung. Termin: Samstag, 27.06.2009, Europa II, 11:00-12:00 Uhr.
PXE-Menü anpassen
In der Standardkonfiguration werden OpenSLX Clients mittels PXE booten. Das Aussehen des Bootmenüs lässt sich dazu anpassen:
slxconfig change-system ubuntu-10-clone::nfs \
comment="Just a comment not visible to the user" \
description="Ubuntu 8.10 cloned system" \
label="Ubuntu 8.10 Clone / NFS"
Das Ergebnis sieht dann so aus …

OpenSLX Boot-Menü (mit H.P.Anwins PXE-Linux)
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